Hochwasserrückhaltebecken

Hochwasserrückhaltebecken (HRB) sind ein zentrales Instrument des technischen Hochwasserschutzes an der Rems. Sie fangen Hochwasserspitzen ab, bevor das Wasser die Ortslagen erreicht, und geben es kontrolliert wieder ab, bis die Gefahr vorüber ist.

Der Wasserverband Rems betreibt vier Hochwasserrückhaltebecken entlang der Rems. Zusammen können sie rund 3,4 Millionen Kubikmeter Wasser zurückhalten.

Wie funktioniert ein Hochwasserrückhaltebecken? 


Im Normalzustand ist das Becken leer. Die Rems fließt ungehindert durch ein Durchlassbauwerk im Damm hindurch. Fische und andere Wassertiere können das Bauwerk ohne Barrieren passieren. Da die Flächen nur selten unter Wasser stehen, können sie zwischenzeitlich landwirtschaftlich oder für Freizeit und Erholung genutzt werden. 

Sobald der Wasserstand kritisch steigt, werden im Auslassbauwerk bewegliche Stahlschieber (sogenannte Schütze) teilweise geschlossen. Es fließt nun weniger Wasser ab, als von oben ankommt. Das überschüssige Wasser staut sich vor dem Damm auf und füllt die Wiesenflächen des Beckens. Die gefährliche Spitze der Hochwasserwelle wird so „abgefangen“ und im Becken zwischengespeichert. Ein Überlaufschutz (Hochwasserentlastung) sorgt dafür, dass das Wasser kontrolliert über eine verstärkte Stelle im Damm abfließen kann, damit der Damm selbst nicht bricht.

Sobald die Pegel sinken, werden die Schütze langsam wieder geöffnet. Das Wasser fließt kontrolliert ab, bis das Becken wieder komplett trocken ist.

Auch der beste Hochwasserschutz hat Grenzen –
Eigenvorsorge bleibt wichtig

Unsere Rückhaltebecken können große Wassermengen zurückhalten, einen absoluten Schutz gegen jedes denkbare Hochwasser gibt es dennoch nicht. Bei extremen Wetterlagen stößt auch die modernste Technik an ihre Grenzen.

Daher ist es wichtig, dass Bewohnerinnen und Bewohner, Unternehmen sowie Gewerbetreibende im Remstal selbst aktiv werden. Schon einfache Maßnahmen helfen, das persönliche Risiko zu senken: