Wir schützen Menschen, Wirtschaft und Natur im Remstal durch technischen Hochwasserschutz und entwickeln die Gewässer im Verbandsgebiet naturnah weiter.
Hochwasserschutz
Wir planen, bauen und betreiben die überörtlichen Hochwasserschutzanlagen entlang der Rems. Dabei sind Hochwasserrückhaltebecken (HRB) von zentraler Bedeutung, da sie den übergreifenden Schutz mehrerer Kommunen und Einzugsgebiete ermöglichen.
Unser Schutzziel ist das sogenannte HQ100, das hundertjährliche Hochwasser. Das bedeutet: Unsere Anlagen sind auf ein Hochwasser ausgelegt, das statistisch gesehen einmal in 100 Jahren vorkommt. Bei Extremereignissen, die darüber hinausgehen, stoßen auch die Schutzanlagen an ihre Grenzen, weshalb die persönliche Vorsorge der Bürgerinnen und Bürger sowie von Unternehmen und Gewerbetreibenden weiterhin von Bedeutung ist.
Aktuell sind vier Hochwasserrückhaltebecken zwischen Schwäbisch Gmünd und Winterbach in Betrieb. Jedes Becken muss gemäß einer fest definierten Betriebsvorschrift dauerhaft instand gehalten werden. Dazu gehören die Sicherheitsüberprüfung der Anlagen, der Steuerungstechnik und der Steuerungssysteme, die Pegelüberwachung und Kameraüberwachung sowie das Flutinformations- und Warnsystem FLIWAS.
Nach dem Hochwasser im Juni 2024 wurden durch das Regierungspräsidium Stuttgart Schwachstellenanalysen durchgeführt. Parallel schreibt es die Hochwassergefahrenkarten für das Verbandsgebiet fort. Sobald diese Ergebnisse vorliegen, kann beurteilt werden, ob weitere Hochwasserrückhaltebecken notwendig, wirtschaftlich und umsetzbar sind.
Wir unterstützen außerdem die Städte und Gemeinden dabei, ihre eigenen Schutzmaßnahmen zu verbessern, zum Beispiel im Rahmen des kommunalen Starkregenrisikomanagements.
Naturnahe Gewässerentwicklung
Wir entwickeln die Rems und ihre Zuflüsse ökologisch weiter. Dazu renaturieren wir Gewässerabschnitte und verbessern die ökologische Situation entlang der Rems und ihrer Mündungsbereiche. Unser Ziel: eine lebendige, gesunde Rems und Hochwasserschutz, der mit der Natur arbeitet.