Geschichte des Verbands

Planungsgemeinschaft Rems

Nach dem Remshochwasser im Februar 1990 mit Schäden von über 20 Mio. DM reifte im Remstal die Erkenntnis, dass nur ein Hochwasserschutzkonzept für das ganze Tal die Überschwemmungsgefahr vermindert kann. In den Jahrzehnten zuvor hatte man versucht, durch die Begradigung der Rems und den Bau von Schutzdämmen das Wasser schneller abzuführen. Dieses Konzept führte jedoch in den darunter liegenden Gemeinden zu einer Verschärfung der Hochwassergefahr.

Nach intensiven Gesprächen mit allen Gemeinden im Einzugsgebiet der Rems und der Wasserwirtschaftsverwaltung des Landes Baden-Württemberg gründete sich 1993 die Planungsgemeinschaft Rems. Ziel war es, eine integrierte Flussgebietsuntersuchung zu erstellen, die außer dem Hochwasserschutz auch für die ökologische Aufwertung im Remstal sorgen sollte. Vier Jahre später konnte die Planungsgemeinschaft das Ergebnis der Untersuchungen vorlegen.

Konzept: „Integrierte Flussgebietsuntersuchung Rems“

Die „Integrierte Flussgebietsuntersuchung Rems“ wurde durchgeführt von
Brandt-Gerdes-Sitzmann Wasserwirtschaft GmbH, Darmstadt Universität Kaiserslautern, FG Wasserbau und Wasserwirtschaft Büro für Landschaftsökologie + Planung Dr. Bruns, SchorndorfDamit lag nun erstmals für das Remstal ein Rahmenkonzept vor, der Hochwassergefahr und der ökologischen Verarmung des Flusslaufs zu begegnen. Die Kosten von 1,9 Mio. DM teilten sich das Land Baden-Württemberg (Regierungspräsidium Stuttgart) und alle Städte und Gemeinden im Einzugsgebiet der Rems.

Wesentliches Element des Konzepts war, die Hochwassergefahr durch das gezielte Einstauen von nicht bebauten Gebieten im Remstal zu reduzieren. Dazu waren neun Standorte für Hochwasserrückhalteräume zwischen Schwäbisch Gmünd und Weinstadt vorgesehen. Der Bau sollte in drei Umsetzungsstufen mit zunächst 7 Standorten erfolgen. Gerechnet wurde mit Gesamtbaukosten von rund 120 Mio. DM.


Gründung des Wasserverbands Rems

Bis Anfang 1998 einigten sich die direkt an der Rems anliegenden Städte und Gemeinden (ohne Böbingen) mit den drei Landkreisen Ostalbkreis, Rems-Murr-Kreis und Ludwigsburg zusammen mit dem Regierungspräsidium Stuttgart einen Verband zu bilden, der die Hochwasserschutzeinrichtungen bauen sollte. Im April 1998 fand in Schorndorf die Gründungsversammlung des Wasserverbands Rems statt, einer Körperschaft des öffentlichen Rechts nach dem Wasser- und Bodenverbandsgesetz. Als erster Vorsitzender des Verbands wurde der Schorndorfer Oberbürgermeister Winfried Kübler gewählt.

Als Geschäftsführer bestellte die Verbandsversammlung damals Herrn Bürgermeister Klaus Denk, Stadt Waiblingen, und Diplom-Verwaltungswirt Roland Kuhn, Stadt Schorndorf.

Die Geschäftsstelle des Verbands hat ihren Sitz bei der Stadt Schorndorf, Fachbereich Infrastruktur, im Technischen Rathaus Johann-Philipp-Palm-Straße 10.