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Hochwasser- und Starkregenvorsorge für Unternehmen: Workshop für Remshalden und Winterbach


Am 30. Juni 2025 fand in Remshalden ein interkommunaler Workshop zur Hochwasser- und Starkregenvorsorge speziell für Unternehmen aus Remshalden und Winterbach statt.

Die Veranstaltung war Teil des kommunalen Starkregenrisikomanagements des Wasserverbands Rems und wurde gemeinsam von den Gemeinden Remshalden und Winterbach initiiert.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Unternehmen auf Starkregen, Überflutung und Rückstau vorbereiten können. Denn während häufig über den Schutz privater Gebäude gesprochen wird, liegt das größte Schadenspotenzial in der Wirtschaft. Produktionsausfälle, unterbrochene Lieferketten, beschädigte IT oder Rückstau in Tiefgaragen können ganze Standorte lahmlegen und im Ernstfall zur Existenzbedrohung werden.

Ein besonderer Fokus lag auf sogenannten Extremereignissen – der Kombination aus Hochwasser an Gewässern und Starkregen mit oberflächlichem Abfluss. Diese Ereignisse treten immer häufiger auf, betreffen oft kleine Gewässer und führen innerhalb kürzester Zeit zu massiven Schäden durch Geröll, Schlamm und Rückstau.

Im interaktiven Teil analysierten die teilnehmenden Unternehmen ihr betriebliches Risiko und erarbeiteten erste Bausteine für ein Vorsorge- und Notfallkonzept.

Eine zentrale Erkenntnis: Es reicht nicht aus, sich auf das HQ100 vorzubereiten. Notwendig sind strukturierte Abläufe und klare Zuständigkeiten – auch für Nacht- und Wochenendzeiten. Empfohlen wird der Aufbau eines betrieblichen Wettermonitorings mit klaren Alarmstufen und abgestimmten Handlungsplänen für die Phasen Monitoring, Voralarm, Alarm, Ereignis und Regeneration.

Auch rechtliche und versicherungstechnische Aspekte kamen zur Sprache: Geschäftsführungen haften, wenn trotz bekannter Gefährdung keine Vorsorgemaßnahmen getroffen wurden. Eine realistische Absicherung gegen Elementarschäden und Betriebsunterbrechung ist unerlässlich.

Die Starkregen- und Hochwassergefahrenkarten für das Remsgebiet stehen unter www.starkregengefahr.de/baden-wuerttemberg/rems zur Verfügung.

Unser Dank gilt der Firma Schnaithmann Maschinenbau GmbH und Geschäftsführer Thomas Schill für die Bereitstellung der Räumlichkeiten, den Bürgermeistern Reinhard Molt (Remshalden) und Sven Müller (Winterbach) für die Initiative sowie Henrik Burda (Geschäftsstelle interkommunaler Klimaschutz) für die Organisation. Meri Eremut und Dr. Matthias Stork (geomer) haben die Veranstaltung konzipiert, fachlich begleitet und moderiert.