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Junihochwasser 2024: Ein Jahr danach


Knapp war es, sehr knapp. In der Nacht vom 2. auf den 3. Juni 2024 lief das Rückhaltebecken in Winterbach an seine Grenzen. Der Zeitungsverlag Waiblingen (ZVW) hat ein Jahr danach nachgefragt: Was hat der Wasserverband Rems aus dieser Nacht gelernt?

Verbandsvorsitzender Thorsten Englert zieht eine ehrliche Bilanz: Die Becken haben funktioniert, aber das Hochwasser hat auch gezeigt, wo Handlungsbedarf bestand: bei der Steuerungstechnik, der personellen Aufstellung und den Abläufen im Ernstfall.

Seitdem hat der Verband einiges angepackt:

  • Ein Pool von sechs Betriebsbeauftragten ersetzt künftig die Einzellösung,
  • zusätzliche hauptamtliche Stauwärter entlasten die Ehrenamtlichen,
  • neue Pegelüberwachungsgeräte wachen über die Seitengewässer.
  • Für den Ernstfall gelten nun klarere Regeln: feste Abläufe, geregelte Kommunikation und digitale Pegelüberwachung über das Flutinformations- und Warnsystem FLIWAS
  • Das Regierungspräsidium Stuttgart prüft, ob weitere Rückhaltebecken an der Rems nötig sind. Ergebnisse werden ab Ende 2027 erwartet.

Eines macht Englert dabei deutlich: Einen vollständigen Schutz vor Starkregen kann der Verband nicht garantieren. Die Becken sind auf das hundertjährliche Hochwasser ausgelegt. Was darüber hinausgeht, bleibt unberechenbar.

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